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Ökumenische Schöpfungszeit

Schöpfungszeit 2014 - "Staunen, forschen, handeln"

Auch in diesem Jahr konnten im Rahmen der ökumenischen Schöpfungszeit im Kreis Kleve eine Reihe von interessanten Veranstaltungen bei uns in Goch angeboten werden. Es begann mit dem inzwischen vierten Freiluft-Familiengottesdienst zum Schöpfungstag, am 5. September an der Gocher Nierswelle. Der Gottesdienst bei wunderbarem Wetter wurde gemeinsam gestaltet vom Kreiskomitee der Katholiken, vom evangelischen Kirchenkreis mit ihrem Posaunenchor-Bläserkreis und der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Goch.

 

In der Predigt regte Pastor van Doornick aus Kalkar an, die christlichen Zehn Gebote auch als "Top Ten" Dank-(An-)Gebote für Gottes Schöpfung zu sehen:

1.) Du wirst dankbar Gottes Liebesangebote entdecken: Luft, Wasser, Energie, Früchte, Pflanzen, Lebensmittel, Technik, Arbeit, Familie, Freunde …
2.) Du wirst die Namen aller Dinge und Geschöpfe der Erde mit dem Namen Gottes verbinden.
3.) Der Sonntag ist dazu da, dass die Erschöpften als Geschöpfe Gottes gemeinsam ausruhen unter den Augen des Schöpfers und ihn in den Gottesdiensten feiern.
4.) Ehre die Erde, auf der du stehst, als deine Mutter.
5.) Die Güter der Welt, Lebewesen und Pflanzen wirst du nutzen, aber nicht „morden“: also nicht unnötig verschwenden, nutzlos verbrauchen und sinnlos wegwerfen.
6.) Kleines und großes Leben dieser Erde lebt von Austausch und Beziehungen: Du bist ein Teil davon! Nimm und gib!
7.) Dein Luxus, deine Verschwendung und deine Gedankenlosigkeit stehlen Armen der Erde das Leben. Teilen lohnt!
8.) Du kannst ehrlich sein: Du hast vieles, was du für dich nicht brauchst. Schenken erfreut!
9.) Lebe nicht heute unnötig auf Kosten der nächsten Generationen.
10.) Jedes einzelne Ding und Lebewesen zeigen Gottes Größe. Alle sind dir für kurze Zeit geliehen.

In einer eigenen Predigtreihe während der Schöpfungszeit wurde das „Staunen, Forschen, Handeln“ von Biologen, Fotografen, Brauern und Winzern jeweils aus ihrer persönlichen Sicht beleuchtet. Dazu hatten wir am 13. September um 18.15 Uhr in der St. Arnold-Janssen-Kirche den Biologen Pascal Miesen aus Kalkar zu Gast. In einer beeindruckenden Predigt stellte er die Faszination des Lebens aus seiner beruflichen Arbeit als Molekularbiologe an der Universität Nimwegen dar. Die Gottesdienstteilnehmer waren davon sehr begeistert und es wurde von vielen der Wunsch geäußert, solche persönlichen Glaubenszeugnisse doch häufiger hören zu können.

Zum Abschluss der diesjährigen Schöpfungszeit fand schließlich am 4. Oktober eine Fahrradpilgertour mit dem Sonnengesang des Franziskus rund um Goch statt, von der im Folgenden eine Teilnehmerin berichtet.

 

Ökumenische Pilgerfahrt rund um Goch zum Abschluss

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Goch hatte am 04 Oktober zu einer Pilgerfahrt mit dem Thema „Staunen, forschen, handeln mit dem Sonnengesang von Franz von Assisi“ eingeladen und ca. 45 Radfahrer – jung und alt aus Goch sowie Gäste am Niederrhein – starteten vom Kirchplatz Maria-Magdalena zunächst zur Gaesdonck.

1. Station war eine Grünfläche auf dem Gelände der Gaesdonck: Die Sonne, das Licht und ihre Bedeutung für Mensch und Tier, bewusstes Wahrnehmen – mit diesen Anregungen fuhr die Gruppe über Binnenwege weiter zum Segelflugplatz Asperden. Beim Verweilen am Flugplatzgelände wurden Mond und Sterne, Wind und Luft nähergebracht: Wie nehmen wir das alles wahr? Ist die Natur, so wie wir sie erleben dürfen, auch für uns schützenswert.

Verschlungene Wege führten weiter an Graefenthal vorbei zur Niers. Naheliegend war hier das Thema „Wasser“: Genießen wir, dass wir sauberes und genügend Wasser tagtäglich zur Verfügung haben? Sind wir uns dieser Kostbarkeit bewusst?
Über den Nierswanderweg erreichte die Pilgerfahrt das Industriegebiet West und pausierte am Bio-Kraftwerk der Firma Nähr-Engel: Feuer für Energie und deren Umweltverträglichkeit - Themen, die uns täglich berühren. Wie gehen wir damit um?

Über den Gocher Grenzweg ging die Fahrt weiter zum Kalbecker Forst mit dem Thema Mutter Erde: Was bedeutet uns Land, Erde – wie behandeln wir sie, schützen wir diesen wertvollen Besitz? Letzte Station war schließlich der Friedhof in Goch, den die Radpilger über Schleichwege Richtung Weeze – Hülm erreichten. Das Thema „Bruder Tod“ war an diesem Ort für jeden greifbar: Unser Leben wird durch den Tod beendet. Machen wir uns das bewusst? Wie stehen wir zu unseren Mitmenschen? Achten wir sie, helfen wir ihnen?

Zu Beginn der Fahrt war vielen nicht bewusst, was eine Pilgerfahrt um Goch herum beinhalten kann. Viele Teilnehmer haben dann aufgrund der Anregungen des Sonnengesangs auch zwischenzeitlich angeregte Gespräche geführt, so dass von der Gruppe der Wunsch geäußert wurde, gerne nochmal ähnliche „Pilgerreisen“ durchzuführen. Dies wird auch für das kommende Jahr bereits geplant.

 
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